| 07.01.2012 TSV Erding - EHC Klostersee 8:3 (4:1, 1:1, 3:1) |
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Vielleicht lag ja dem ein oder anderen – zugegeben etwas verspätet – auch die (zu) fette Weihnachtsgans noch schwer im Magen. Ausgesehen hat es jedenfalls fast danach. Denn während die Young Gladiators locker-leicht über das Eis skateten, hatten unsere Knaben bestimmt unsichtbare und kiloschwere Gewichte an den Beinen. Oder anders gesagt: Es rächte sich wohl auch, dass in den zurückliegenden zwei Ferienwochen sich ein nicht unerheblicher Teil der Mannschaft überwiegend „trainingsfrei“ gab. In jedem Fall präsentierte sich die Truppe von Marek Dobis als ein willkommener Punktelieferant gegen einen keineswegs überragenden, aber eben positionsbezogen sehr disziplinierten, in den Blöcken harmonierenden und defensiv nahezu fehlerfreien Gegner. Bei den Dobis-Schützlingen agierten vor allem die sonstigen Teamstützen weit abseits ihrer Normalform – über deren Plus/Minus-Bilanz wird hier der Mantel des Schweigens gehüllt. Zu allem Überfluss musste nach nur drei Minuten wegen Verletzung bereits ein Torhüterwechsel vorgenommen werden. Einigermaßen ins Spiel fand man erst nach dem 0:3, das Erdings überragender Einzelspieler und insgesamt sechsfacher Torschütze nach nur fünf Minuten erzielte. Hinten war man an diesem Tag instabil und vorne zu schlampig, um noch einmal heran zu kommen. Nach dem Anschlusstor, das bezeichnenderweise auf das Konto des dritten Blocks ging, hätten nur die zwei kläglich vergebenen Alleingänge für einen „Neubeginn im Spiel“ sorgen können (15./19.). Wie leicht Tore schießen funktioniert, zeigten die Gastgeber beim 1:4. Im zweiten Abschnitt war man optisch überlegen, erreichte damit im „Minispiel“ aber nur ein 1:1. Eklatante Schwächen offenbarte man vor allem auch im viel zu umständlich angelegten Powerplay. Mit dem 2:5-Zwischenstand zur zweiten Pause wäre noch nichts verloren gewesen. Aber diesmal gelang es überhaupt nicht, den Schalter noch umzulegen. Nur zwölf Sekunden nach Wiederbeginn schepperte es schon wieder. Der Unterschied beim Torabschluss: Die TSVler zirkelten den Puck in den Winkel, unsere Knaben visierten immer wieder zielsicher den Bauch des gegnerischen Torhüters an. Nach der Schlusssirene drehten die Erdinger eine Ehrenrunde – mit immer noch mehr Power und Zug auf den Schlittschuhen, wie unser Team über die gesamte Distanz davor. (pl) Für die EHC Klostersee Knaben im Einsatz: Torfolge: 1:0 (0:13) Jannis Gabler; 2:0 (0:55) Jannis Gabler (Adam Skala); 3:0 (5:01) Xaver Magg (Franziska Feldmeier – 5:4); 3:1 (7:51) Cedric Eibl; 4:1 (17:58) Maximilian Scheib (Xaver Magg); 5:1 (29:33) Jannis Gabler (Adam Skala); 5:2 (31:11) Domenik Dobis; 6:2 (40:12) Jannis Gabler (Maximilian Jügler); 6:3 (47:06) Simon Roeder (Cedric Eibl, Domenik Dobis); 7:3 (47:45) Jannis Gabler (Adam Skala, Maximilian Jügler); 8:3 (57:18) Jannis Gabler. Strafminuten: TSV Erding 8; EHC Klostersee 6 |





Die Voraussetzungen für ein bis in die Haarspitzen motiviertes Team wären eigentlich gegeben gewesen, nachdem das Hinspiel gegen den TSV Erding sportlich gewonnen wurde, die Punkte aber nachträglich am grünen Tisch in die Herzogstadt gewandert sind. Es wäre also eigentlich noch eine Rechnung offen gewesen. Auf dem Eis richtig heiß auf dieses Derby waren allerdings eher die Gastgeber, die nach 55 Sekunden (!) bereits zwei Mal getroffen hatten. Man wurde das gesamte Spiel über den Eindruck nicht los, dass unsere Mannschaft die Partie in der Eishalle ausschließlich als „lockeren Warmup“ für den anschließenden Besuch in der Therme nutzte.
